Sexistische Diskriminierung ist keine Geschmackssache! Auch in der Werbung nicht

Sexistische Diskriminierung ist keine Geschmackssache! Auch in der Werbung nicht pixabay.com
(BJP) Im Grundgesetz steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wenn das Auge in die Mitte gespreizter Beine auf die Scheide einer Frau fällt und darüber „Freiwild“ steht, dann ist die Würde wohl angetastet. Es ist sexistische Werbung, die „die Würde von Frauen verletzt, denn sie reduziert Frauen auf einen Gegenstand zum sexuellen Gebrauch, indem der weibliche Körper, bzw. ein Körperteil ohne Produktbezug als Blickfang eingesetzt wird und es wird der Eindruck vermittelt, die abgebildete Frau ist genauso zu haben (käuflich), wie das Produkt, das verkauft werden soll“ (offizielle Definition für sexistische Werbung). Respektvoller Umgang mit Frauen ist in Bremen ein im Grunde über alle Parteigrenzen hinweg anerkannter Wert. Es geht nicht um Spießbürgertum, Spaßbremse oder Prüderie, sondern um die Instrumentalisierung des weiblichen Körpers nach dem Motto „sex sells“.

Deshalb setzen sich alle frauenpolitischen Sprecherinnen gegen sexuelle Diskriminierung in der Werbung ein. Dies ist für die, die damit arbeiten eine Bedrohung und deshalb ist Widerstand nicht verwunderlich. Wir wissen auch, dass im armen Bremen Angriffe auf die Wettbewerbsfähigkeit ein starkes Argument sind. Wir wollen, dass wert- und werteorientiertes Handeln sich nicht ausschließen. Wenn wir aber immer dann einknicken, wenn unsere Werte etwas kosten, sind sie wertlos. Sexistische Werbung auf Kosten von Frauen ist keine Geschmackssache!

Quelle: bremische-buergerschaft.de