Sebastian Ehlers: SPD muss sich beim Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten endlich bewegen

Sebastian Ehlers: SPD muss sich beim Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten endlich bewegen Sebastian Ehlers - CDU Mecklenburg Vorpommern
(BJP) Anlässlich der nicht stattgefundenen Diskussion über ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten im gestrigen Bundeskoalitionsausschuss warnte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sebastian Ehlers, die SPD im Bund davor, wichtige politische Fragen einfach aussitzen zu wollen: „Der Europäische Gerichtshof entschied im Herbst 2016, dass ausländische Versandapotheken auch in Deutschland Rabatte auf rezeptpflichtige Arzneimittel geben dürften. Seitdem hat die CDU-Landtagsfraktion etliche Gespräche mit Apothekern geführt. Kritisiert wird zu Recht, dass der einheitliche Apothekerverkaufspreis mit dem Urteil nur noch für inländische Apotheken verbindlich wäre. Das ist eine Ungleichbehandlung, die dazu führen wird, dass finanzstarke internationale Versandapotheken sich die Rosinen aus unserem Gesundheitssystem picken. Das wiederum kann eine Monopolstellung großer Versandapotheken zur Folge haben. Der schleichende Niedergang der Apotheken in der Fläche wäre die Folge. Ich befürchte, dass Mecklenburg-Vorpommern davon in besonderer Weise betroffen sein wird.
 
Hinzu kommen ungeklärte datenschutzrechtliche Fragen. Patienten bezahlen die vermeintlich günstigen verschreibungspflichtigen Arzneimittel mit der Offenlegung  persönlicher Daten. Für Versandhandels-Apotheken wirkt die offene Datenschutzflanke langfristig wie ein geldwerter Vorteil.

Vor wenigen Monaten haben wir mit Erstaunen zu Kenntnis genommen, dass die SPD das Engagement von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zur Heilung des EuGH-Urteils als `Schnellschuss unter dem Lobbydruck und zugunsten der Apotheker´ abqualifizierte. Mit der gestrigen Vertagung dieses Themas im Bundeskoalitionsausschuss drängt sich nun der Eindruck auf, dass ein Thema einfach bis zum Bundestagswahltag ausgesessen werden soll. Ich fordere die SPD auf, die Blockade aufzugeben und sich für Apotheken in der Fläche einzusetzen.  Die Arzneimittelversorgung darf nicht zum Spielball des Wettbewerbs werden.“

Quelle: cdu-fraktion.de