Anklage wegen versuchten Mordes gegen 54-jährige aus Alfeld

(BJP) Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen eine 54-jährige Alfelderin vor dem Schwurgericht des Landgerichts Hildesheim erhoben.

Ihr wird versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Den Ermittlungen zufolge soll die Angeschuldigte ihren Ehemann in den Abendstunden des 10.06.2014 im gemeinsam bewohnten Haus in Alfeld mit zwei Messern attackiert und verletzt haben. Hintergrund soll eine bereits seit längerer Zeit bestehende Beziehung des Geschädigten mit einer anderen Frau gewesen sein. Aus Enttäuschung und Eifersucht soll die Angeschuldigte nach einer zunächst noch vorangegangenen Aussprache später anlässlich eines Telefonats des Geschädigten mit dessen Freundin erkannt haben, dass der Geschädigte es nunmehr ernst mit der Trennung meine.Sie soll sich daher ihrem auf der Couch sitzenden Ehemann unvermittelt von hinten genähert haben. Dabei soll sie in jeder Hand jeweils ein scharfes Küchenmesser mit 12 bzw. 15 cm langer Klinge gehalten haben. Unvermittelt und ohne jede Vorwarnung soll sie wie von Sinnen auf ihren völlig überraschten Ehemann eingestochen und mögliche tödliche Verletzungen mindestens billigend in Kauf genommen haben. Der Geschädigte soll dadurch zahlreiche potentiell lebensbedrohliche Stiche und Schnitte im Nacken, Hals, Gesichts- und Brustbereich davongetragen haben.

Bei dem sich entwickelnden Kampf soll es dem Geschädigten im weiteren Verlauf gelungen sein, der Angeschuldigten beide Messer zu entwinden und das Kampfgeschehen in den Garten zu verlagern. Auch dort soll die Angeschuldigte noch mittels einer Harke und Fäusten auf den Geschädigten eingeschlagen haben. Trotzdem gelang es dem Geschädigten, die Angeschuldigte zu überwältigen und Polizei und Rettungswagen zu verständigen. Der Geschädigte befand sich fünf Tage in stationärer Behandlung.
Gegen die Angeschuldigte, die sich zunächst in stationärer psychiatrischer Behandlung befand, wird seit dem 16.06.2014 Untersuchungshaft vollzogen. Sie hat das Tatgeschehen im Wesentlichen eingeräumt. Sie sei aufgrund der jahrelangen Beziehung ihres Ehemannes mit einer anderen Frau wütend gewesen. Am Tattag habe sie ihren Frust loswerden wollen. Sie habe den Geschädigten jedoch nicht umbringen wollen und bereue ihr Handeln.

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