Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz ruft zur Zivilcourage im Alltag auf

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz ruft zur Zivilcourage im Alltag auf Antje Niewisch Lennartz - mj.niedersachsen.de
(BJP) Die Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz bedankte sich in Osterode bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Weißen Rings für 40 Jahre Engagement in der Opferhilfe. Sie würdigte dabei besonders die Arbeit der Goslarer Zivilcourage-Kampagne und rief bei der Eröffnung der Plakatausstellung „Hinsehen-Handeln-Helfen" zu Zivilcourage auch im Alltag auf. „Jeder kann persönlich dazu beitragen, dass sich Intoleranz, Rassismus und Gewalt nicht weiter in unserem Land ausbreiten. Bereits durch Widerspruch und Gegenrede kann auch der Einzelne in der Nachbarschaft, im Verein und im Büro viel erreichen!", so Niewisch-Lennartz.

Die Ministerin erläuterte weiter: „Die Kriminalität hat sich verändert. Es gibt neue Formen von Gewalt und Radikalisierung. Beleidigungen, Beschimpfungen, Mobbing, rechte Parolen und fremdenfeindliches Denken werden durch das Internet und die sozialen Medien schneller verbreitet und tauchten in allen Bereichen der Gesellschaft auf. Daher wird Zivilcourage immer wichtiger! Wir müssen gesellschaftlich früh reagieren und nicht erst, wenn es zum Ausbruch von Gewalt kommt. Wir müssen überall aufhorchen und widersprechen, wo Toleranz und Gerechtigkeit mit Füßen getreten werden".

Die Initiative der Goslarer Zivilcourage-Kampagne wurde vor sieben Jahren von fünf Goslarern mit Unterstützung des Weißen Rings gegründet. Sie ermutigt Menschen bundesweit durch Plakate, Spots, Internetseiten, Veranstaltungen und persönliche Beratung, sich für andere einzusetzen. Die Justizministerin bezeichnete die Kampagne als herausragendes Beispiel für demokratisches Engagement. „Nur gemeinsam können Staat und Gesellschaft, die Bürgerinnen und Bürger ein Klima schaffen, in dem wir uns alle sicher fühlen", sagte Niewisch-Lennartz. „Das Land stärkt seinerseits den Opferschutz und die Präventionsarbeit, z.B. im Rahmen der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen oder durch die Tätigkeit des Landespräventionsrates, der beim Niedersächsischen Justizministerium angesiedelt ist".

Quelle: niedersachsen.de