Justizministerin begrüßt ersten runden Tisch zur Familienorientierung in Lübeck

Justizministerin begrüßt ersten runden Tisch zur Familienorientierung in Lübeck Anke Spoorendonk - schleswig-holstein.de - Olaf Bathke
(BJP) Justizministerin Anke Spoorendonk hat die Bedeutung der Familienorientierung im Strafvollzug bekräftigt. In den Räumlichkeiten der Rechtsfürsorge Lübeck e.V. fand der "1. Runde Tisch: familienunterstützende Maßnahmen für von Haft betroffene Eltern und ihre Angehörigen/Kinder" statt. Dazu waren neben der Justizvollzugsanstalt Lübeck, der Bewährungshilfe und dem Jugendamt auch die regionalen Familienberatungsinstitutionen der ProFamilia und dem Kinderschutzzentrum Lübeck eingeladen. "Wir wollen ganz bewusst keine Doppelstrukturen schaffen, sondern die hohe Kompetenz vor Ort nutzen und ein funktionierendes Netzwerk schaffen. Ich danke allen Beteiligten ausdrücklich für Ihr Engagement in dieser so wichtigen Frage", erklärte die Ministerin.

"Die Familie ist der erste Ort der Sozialisierung. Sie kann Halt und Hilfe bieten. Dies gilt auch für straffällig gewordene Menschen", so Spoorendonk weiter. "Deshalb sieht das Landesstrafvollzugsgesetz eine besondere Förderung familienorientierter Maßnahmen vor (§ 24 LStVollzG). Diese Hilfs- und Beratungsangebote wie Vätertraining, Beziehungsberatung und Familienbesuch richten sich nicht ausschließlich an Inhaftierte, sondern sinnvollerweise auch an die von der Haft mitbetroffenen Angehörigen, insbesondere die Kinder. Ein guter Empfangsraum nach der Entlassung und nahtlose Beratungsleistungen für die Familie dienen nicht nur der Resozialisierung der Entlassenden, sondern schaffen auch Sicherheit für die Allgemeinheit. Dafür haben wir im Haushalt für 2017 entsprechende Mittel vorgesehen".

Quelle: jumi.landsh.de