Testamentseröffnung

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Eröffnet wird ein Testament beim Nachlassgericht. Um die Umsetzung der testamentarischen Verfügung nicht zu gefährden, kann der Inhalt im Rahmen der Eröffnung amtlich festgestellt werden. Die Eröffnung selbst erfolgt durch die Verkündung des Inhalts des Testaments. Dies geschieht beim Nachlassgericht, das eine Unterabteilung des örtlichen Amtsgerichts ist. Zuvor muss das Testament in amtlicher Verwahrung des Gerichts gewesen sein. Nur auf diese Weise kann eine Testamentseröffnung durchgeführt werden.

Alle gesetzlichen Erben und die am Nachlass beteiligten Personen informiert das Nachlassgericht mit der Testamentseröffnung. Ein persönliches Erscheinen ist nur dann möglich, wenn das Nachlassgericht einen förmlichen Eröffnungstermin bestimmt hat. Alternativ übersendet es den Beteiligten eine Abschrift der letztwilligen Verfügung.

Tritt der Sterbefall ein, informiert das zuständige Standesamt oder das deutsche Testamentsregister das Nachlassgericht darüber.

Merke: Verwahrte Testamente werden spätestens nach Ablauf von 30 Jahren eröffnet. Dies geschieht dann nicht, wenn der Erblasser noch lebt.

Als letztwillige Verfügung können folgende testamentarische Verfügungen verwahrt werden:

Zuständig für die Eröffnung des Testaments ist das örtliche Gericht. Dies bestimmt sich nach dem letzten Wohnsitz des Erblassers. Der Wohnsitz ist dort, wo das Einwohnermeldeamt eine Registrierung vorgenommen hat. Nicht jeder Bürger verfügt über einen Wohnsitz in Deutschland.

Denkbar ist ein Wohnsitz im Ausland. Für diesen Fall ist das Amtsgericht Berlin-Schöneberg als Nachlassgericht für deutsche Staatsbürger zuständig. Handelt es sich um einen ausländischen Erblasser, der über keinen Wohnsitz in Deutschland verfügt, so kommen u. U. mehrere Nachlassgerichte in Betracht. In diesem Fall sind die Amtsgerichte als Nachlassgerichte zuständig, in dessen Bezirk sich die zu vererbenden Gegenstände befinden.

Der Ablauf der Eröffnung des Testaments erfolgt in diesen alternativen Schritten:

Zu den Erben gehören:

Merke: Das ist Nachlassgericht ist nicht dazu verpflichtet, mögliche andere Erben zu recherchieren. Liegt die Kenntnis von bestimmten Erben und Beteiligten vor, übermittelt es nur an diese Personen eine Einladung zu einem Eröffnungstermin oder eine Kopie des Inhalts des Testaments.

In der Praxis wird aus Zeitgründen auf eine Einladung für eine Testamentseröffnung eher abgesehen. Die Regel ist vielmehr die briefliche Postsendung des Inhaltes des Testamentes an die Erben.

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